Farben im Mittelalter – Eine kleine Farbkunde

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Farben im Mittelalter

Wer denkt das Mittelalter war eine dunkle Zeit und alle liefen in Lumpen herum, die in Erdtönen gehalten waren, der könnte falscher nicht liegen. Im Gegenteil wurde fleißig und gerne gefärbt und die Farben waren auch durchaus kräftig und Kleidung wurde auch gewaschen im Mittelalter. Also nicht die Tristesse, wie einem manche Hollywood-Streifen nahelegen wollen. Nicht nur der Adel hatte Zugang zu Farben, das Stadtbild des Mittelalters war tatsächlich sehr bunt. Jedoch hatte die Farbe der Kleidung im Mittelalter durchaus auch Symbolwert. Man konnte daran vieles erkennen. Hier geben wir euch eine kleine Einführung in die Farb-Codes des Mittelalters.

Brauntöne

Die Färbung mit Naturfarben war im einfachen Volk natürlich weit verbreitet da die „Farbstoffe“ z.B. Nußschalen preiswert und somit erschwinglich waren.

 
 
 
 
 

 

 

 

 

Blautöne

Waren die beliebtesten Farben, da sie preiswert mit heimischen Färbemitteln wie Waid herzustellen waren. Es gab aber auch extrem teures Blau, wie das Ultramarin das in Gold aufgewogen wurde.

 
 
 
 
 

 

 

 

 

Rottöne

Waren bei den Adeligen schon von altersher durch ihre Blutsymbolik sehr beliebt. Rot war schon relativ preiswert als Krapprot zu erhalten und wurde auch von der einfachen Bevölkerung verwendet.

 
 
 
 
 

 

 

 

 

Gelbtöne

Leuchtendes Gold-Gelb wurde auch vom Adel getragen, während fahles Gelb in einigen Landstrichen zur Kennzeichnung sozialer Außenseiter diente (z.B. Juden und Prostituierte)

 
 
 
 
 

 

 

 

 

Grüntöne

Waren in der Regel sehr teuer, da sie Mischfarben waren und in der Farbensymbolik eher jungen Menschen vorbehalten waren.

 
 
 
 
 

 

 

 

 

Schwarztöne

Wurde fast nur vom niederen Klerus getragen, kam aber Ende des 14. Jhd. auch bei Kaufleuten und anderen „bessergestellten“ Bevölkerungsschichten in Mode.

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