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| Die ersten Strümpfe | |||||||
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| Erste Zeugnisse gestrickter Strümpfe finden sich in Ägypten in koptischen Gräbern, allerdings gibt es keinen Verweis auf Stricknadeln, so dass die Vermutung nahe liegt, dass es sich bei den überlieferten ägyptischen Strümpfen um Importware handelt, die ursprünglich von den Phöniziern hergestellt wurde. |
Ägyptische
Kindersocken mit Zehenteilung für Sandalenriemen aus einem koptischen
Grab, 4. Jh. n.Chr.
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Gestrickte
Kindersocke, 4. Jh. n.Chr.
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| Strümpfe spielten in den alten Kulturländern des mainlmeerraumes aufgrund des Klimas nur eine untergeordnete Rolle. Wie überliefert wird, trugen etwa bei den Römern nur alte und kränkliche Personen die so genannten Socci. Der Soccus der Römer war ein niedriger Schlupfschuh und konnte aus Leder, Wollenzeug, Leinwand oder Filz gearbeitet sein. |
In
römischer Zeit entstanden, vermutlich aus einfachen Bundschuhen, die
ersten gestrickten Socken, so genannte socci
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| Bei den im Norden lebenden Germanen waren gestrickte Strümpfe zu Beginn der christlichen Zeitrechnung noch unbekannt. Ihre Hosen oder Wadenbinden wurden mit Riemen, vom Knöchel aufwärts steigend, festgebunden. |
Germanische
Kleidung zu Beginn der christlichen Zeitrechnung
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| Funde von Schnallengarnituren, die in reich ausgestatteten alamannischen Gräbern aus dem 4. bis 7. Jahrhundert n.Chr. zur Befestigung von Wadenbinden gefunden wurden, belegen den Fortbestand von Wadenbinden als Beinbekleidung. Wie es scheint, blieben Bänder als Wickelgamaschen noch bis ins 9. Jahrhundert n.Chr. in Kombination mit Langhosen die hauptsächliche Form der Beinbekleidung. Selbst in der Beschreibung der Kleidung der fränkischen Königesind ornamentierte Bänder als Beinbekleidung noch belegt. |
Germanische
Kleidung des 3. und 4. Jh. n.Chr.
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Schnallengarnitur
eines reich ausgestatteten alamannischen Frauengrabes, 6. Jh. n.Chr.
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Darstellung
des Frankenkönigs Karl der Kahle (768-814)
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Gewickelte
Langhosen in der Tracht der Karolinger, 8. Jh. n.Chr.
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| Vermutlich war auch der römische soccus bei den Germanen bekannt. Der Fund einer aus dem 4. Jahrhundert n.Chr. stammenden ostgermanischen Hose mit angenähter Socke aus dem Moor von Thorsberg bei Süderbrarup in Schleswig-Holstein wird als Beispiel dafür angeführt. Solche "Strumpfhosen" scheinen auch in Rom bekannt gewesen zu sein und werden auch bei den Franken im 9. Jahrhundert angenommen. |
Alamannische
Hose mit angenähter Socke aus dem Moorfund bei Thorsberg, 5. Jh. n.Chr.
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Römischer
Sklave beim Überbringen einer Strumpfhose, Ende 3. bis Anfang 4. Jh.
n.Chr. Wandmalerei in einem römischen Kuppelgrab bei Silistra (Bulgarien)
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Darstellung
eines fränkischen Kaisers aus dem 9. Jahrhundert
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| Aus dem soccus, dem niedrigen Schlupfschuh der Römer, und den genähten Socken der Germanen entwickelte sich vermutlich seit dem 1. nachchristlichen Jahrhundert der genähte knielange Zeugstrumpf, der sich allgemein bei den Germanen verbreitete und bis ins 9. Jahrhundert n.Chr. zum Langstrumpf oder Beinling, vielleicht auch schon zur Strumpfhose wird, wie es Abbildungen der fränkischen Tracht vermuten lassen. |
Genähter
germanischer Strumpf, ca. 100 n.Chr.
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Fränkische
Hoftrachten des 9. und 10. Jahrhunderts
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